Kulturelles, weihnachtliches Wochenende in Basel

Recht­zei­tig zur Ad­vents­zeit hat­ten die Fem­mes Li­bé­ra­les Nor­den zu ei­nem kul­tu­rel­len Wochen­en­de nach Ba­sel ein­ge­la­den.

Auf der Hin­fahrt war der Be­such des Mu­sée du Pa­pier Peint in Rix­heim ein­ge­plant. Die Ma­nu­fak­tur Zu­ber & Cie pro­du­zier­te seit 1797 ü­ber 2 Jahr­hun­der­te hin­durch hand­ge­zeich­ne­te Ta­pe­ten, de­ren Mus­ter im Holz­druck­ver­fah­ren, für je­de Far­be ein ein­zel­ner Holz­stock an­ge­fer­tigt - und auf­ge­druckt wur­den. Im 19. Jahr­hun­dert kam dann die ma­schi­nel­le An­fer­ti­gung der Ta­pe­ten. Welt­be­kannt war die Ma­nu­fak­tur Zu­ber auch für sei­ne Pa­no­ra­ma­ta­pe­ten, von de­nen man heute noch 16 Land­schaf­ten aus ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten be­wun­dern kann, e­ben­so das Ma­te­rial mit dem die­se Ta­pe­ten her­ge­stellt wur­de.

Basel hat wie kei­ne an­de­re eu­ro­pä­ische Stadt ü­ber 40 Mu­se­en und 25 The­a­ter­büh­nen an­zu­bie­ten. Das An­ge­bot reicht in al­le Kunst­rich­tun­gen vom Kunst­haus mit Schät­zen al­ter Meis­ter u. a. mit der welt­weit größ­ten Samm­lung der Hol­bein­fa­mi­lie bis zur Fon­da­tion Bey­er­ler, wo man zur Zeit ei­ne Aus­stel­lung von Dali, Ma­gritt und Mi­ro se­hen kann.

Im Pup­pen­mu­se­um gibt es die größ­te Samm­lung der Welt von Ted­dy­bä­ren.

Nicht zu ver­ges­sen das Mu­sée Jean Tin­gue­ly mit den be­weg­li­chen Ma­schi­nen­skulp­tu­ren, de­ren größ­ter Teil Niki de Saint Phalle, Wit­we des Künst­lers, dem Mu­se­um ge­schenkt hat. Jean Tin­gue­ly (1925 - 1991), ei­ner der wich­tigs­ten Schwei­zer Küns­tler des 20. Jahr­hun­derts, kom­mu­ni­ziert mit den Be­such­ern durch die Be­we­gun­gen und Ge­räu­sche sei­ner Ma­schi­nen­skulp­tu­ren, die von Le­bens­lust bis I­ro­nie nur so strot­zen. “Kunst pas­siert, wenn die Ma­schi­ne läuft”.

E­ben­so in­te­res­sant war die tem­po­rä­re Aus­stel­lung “Kör­per­wel­ten, ei­ne Her­zens­sache” des Plas­ti­na­tors Gun­ther von Ha­gens.

Das an­de­re Bild der Stadt war die Bas­ler Weih­nacht mit präch­tig de­ko­rier­ten Stän­den auf dem Bar­füß­er­platz und die­ses Jahr neu auf dem Müns­ter­platz. In stim­mungs­vol­lem Am­bi­en­te wur­den den Be­su­chern vie­le Spe­zia­li­tä­ten und Weih­nachts­ge­schen­ke an­ge­bo­ten. Glüh­wein gab es zum Auf­wär­men in ei­ner Schwei­zer Stu­be, wel­che mit viel Spiel­zeug und Christ­baum­ku­geln de­ko­riert war. Ein spe­ziel­ler Hut­la­den zum Durch­stö­bern bot sich an mit ei­ner sehr gro­ßen Aus­wahl von al­len mög­lich­en Kopf­be­deck­un­gen.

In den klei­nen Gas­sen der Alt­stadt gab es viele klei­ne Ge­schäf­te, gu­te Res­tau­rants und ei­ne An­zahl Weih­nachts­män­ner auf Har­ley-Da­vid­son-Mo­tor­rä­dern, die mit leuch­ten­der Weih­nachts­de­ko­ra­tion ge­schmückt wa­ren. Das An­ge­bot war rie­sig an tol­len At­trak­tio­nen und Ge­schenk­i­de­en.

I.S.