Die Hanse-Stadt Bremen war Ziel der diesjährigen Reise der Femmes Libérales Norden. Die Altstadt, an der Weser gelegen, mit dem Rathaus und dem Roland, als Unesco-Weltkulturerbe. Die Böttchergasse, wo einst Fassbinder als Böttcher ansässig waren, ist ein architektonisches Kunstwerk mit kleinen Kunsthandwerksläden und Werkstätten, mit dem Glockenspiel aus Meißener Porzellan, dem Roselius-Haus, dem Erfinder des koffeinfreien Kaffee Haag. Also ein Must für jeden Besucher ist diese kleine verwinkelte Straße.
Die angrenzenden Stadtviertel, wie der idyllisch, pittoreske Schnoor mit winzigen und verwinkelten Gassen durchzogen oder die Schlachte, entlang der Weser mit Kneipen, Schiffrestaurants und vielen Biergärten, sind Treffpunkte der Bremer Bürger.
Der erste Ausflug führte nach Neuharlingersiel, wo im Hafen der Kapitän des Fischkutters Gorch Fock sowie unser Wattführer Ralf Hensel, der uns zur Insel Spiekeroog begleitete, warteten. Nachdem das Fischernetz, das unterwegs in der Nordsee ausgelegt wurde, eingezogen war, erklärte Ralf Hensel mit kompetentem Wissen die eingefangene Fischvielfalt, wie auch die der Krabben, Garnelen und Austern. Auf der Insel angekommen begann die Wattwanderung, bei für uns Landratten sehr windigem Wetter, für Ostfriesen eher normalem Wetter. Auch hier konnte Wattführer Ralf Hensel seine vielen, interessanten Informationen über das Watt an die Gruppe weitergeben und auf viele Details aufmerksam machen.
Zum Aufwärmen nach erfolgreicher Wattwanderung wurde im ältesten Inselhaus des Inseldorfes Spiekeroog der typische Ostfriesen-Tee getrunken. Dieses Haus aus dem Jahre 1700 sticht hervor durch das fast bis zum Boden reichende Reetdach und die sehr gepflegten Teestuben. Da auf der kleinen Insel keine Autos fahren, sondern nur Fahräder für Einheimische und Pferdewagen für die Gäste, konnten wir in aller Ruhe das Dorf besichtigen wie z.B. die alte Insel­kirche aus dem Jahre 1696 sowie einige schöne Geschäfte und Kunstgalerien mit vielfältiger Auswahl, Museen, Hotels und Restaurants, sowie den schönen Strand mit den Strandkörben. Auf der Rückfahrt des Fischkutters zum Hafen waren alle überzeugt, einen wunderschönen Tag erlebt zu haben, der im Hafenrestaurant von Neuharlingersiel abgeschlossen wurde.
In Worpswede, einem kleinen Künstlerdorf, im Umland von Bremen, konnte man sich überzeugen von der Vielfalt der Kunst die hier in Galerien angeboten wird z.B, von Heinrich Vogeler oder Paula Modersohn-Becker.
Ein anderes Highlight war die VIP-Führung in der größten Schiffswerft Europas, der Meyer-Werft in Papenburg mit 2500 Mitarbeitern, wo augenblicklich 2 riesige Luxusdampfer gebaut werden. Einmal das neue Flagschiff von Aida Cruises, die Aidasol die mit 14 Decks und dem grö ßten Wellness-Bereich auf einem Kreuzschiff, im Baudock ausgestattet wird. Die Aidasol, das achte Schiff der Aida-Flotte, wird im April 2011 in Kiel getauft. Der Ozeanriese "Disney Dream" der Walt Disney Company, vereint ein innovatives Schiffsdesign und die Kreativität der Welt Disneys, mit über 1250 luxuriös eingerichteten Kabinen. Gemeinsam mit der Disney Cruise Line hat sich die Meyer-Werft hier den Bedürfnissen der Familie total angepasst und garantiert eine unvergessliche Reise auf diesem Luxusschiff. Heimathafen der Disney Dream wird Port Canaveral in Florida sein.
Die Heimreise führte durchs Münsterland, mit dem Besuch des Spargelhofes Lastering in Bilk, hier konnte man bei der Aussortierung der verschiedenen Spargelqualitäten und der Verarbeitung zusehen. Aber auch riesige Felder bestückt mit aromatischen Erdbeeren gehören zum Hof. Herzlich begrü ßt wurden die Luxemburger Gäste vom Chef Bernhard Lastering, der uns voll Stolz den Vorzeigebetrieb mit etwa 150 Mitarbeitern vorstellte. Natürlich war das Mittagessen in Ă„nnes Küche auf dem Lastering-Hof mit herrlichem Spargelmenu eingeplant.
Eine Reise, mit vielen neuen Erfahrungen und unvergessenen, einmaligen Erlebnissen.
I.S.

















